Grenzen ziehen – das neue Empowerment

Früher dachte ich, Kompromisse seien Zeichen von Liebe. Heute weiß ich: Wenn ein Kompromiss die eigene Integrität oder Freude verletzt, ist es kein Liebesbeweis, sondern Selbstaufgabe. Grenzen zu ziehen ist nicht egoistisch. Grenzen zu ziehen ist radikal. Es ist die Art zu sagen: „Ich bin hier, ich existiere, und das ist unverhandelbar.“

In der Praxis ist das schwer: Freundschaften und Dates testen Grenzen wie ein Labyrinth, aber jeder Test zeigt nur eines: Wer meine Entscheidung respektiert, der respektiert mich. Wer es nicht tut, hat seine Chance verpasst. Und das ist in Ordnung.

Es ist feministisch, aber auch schlicht menschlich. Verantwortung beginnt beim eigenen Wohlbefinden. Wer das verstanden hat, geht nicht mehr auf unklare Angebote ein. Wer das versteht, geht erhobenen Hauptes.

Frage: Ist es mutiger, Grenzen zu ziehen – oder sie aus Höflichkeit oder Angst zu verschieben?


 

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